12. Oktober 2020

Ergebnisse der Strukturuntersuchung 2020

Vom 4. Mai bis 15. Juni 2020 wurden sowohl die selbständig Tätigen, als auch die abhängig beschäftigten Mitglieder (nur Mitglieder bis 70 Jahre) der Architektenkammern aller Bundesländer online zu ihrer Tätigkeit befragt.

Zu der Befragung eingeladen wurden insgesamt 85.567 Kammermitglieder.Die Angaben von 16.651 Kammermitgliedern flossen nach der Datenbereinigung in die länderübergreifende Datenanalyse ein. ln die Befragung einbezogen waren alle in der Kammer vertretenen Berufsgruppen, d. h. Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner.
ln Rheinland-Pfalz nahmen 734 von 4.824 freiberuflich tätigen Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen an der Befragung teil. Damit lag die Rücklaufquote bei 15,4 Prozent.

 

Ausgewählte Erkenntnisse aus der Befragung:


Angestellte Architektinnen und Architekten:
Das Gesamtjahresbruttogehalt inklusive aller zusätzlichen Geldleistungen erreicht unabhängig von der Art der angestellten Tätigkeit einen neuen Höchstwert.
40 % der Frauen und nur 13 % der Männer geben an, eine berufliche Pause gemacht zu haben. Die Unterbrechungen der Frauen sind deutlich länger. Je größer das Büro, desto höher der Anteil von Teilzeitarbeit.
Tendenziell kann ein Rückgang der Überstunden verzeichnet werden.
Die Umfrage verdeutlicht eine deutliche Steigerung des Anteils von Fortbildung unter Fortzahlung des Gehaltes.

Büroinhaber:
•    Die Honorarumsätze pro Kopf sind über alle Bürogrößenklassen hinweg kontinuierlich gestiegen.
•    59 % der befragten Architekturbüros rechnen nach HOAI ab. Je größer das Büro, desto höher der Anteil nach Abrechnung HOAI.
•    87 % der Büroinhaber ist das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur HOAI bekannt. 75 % sehen keine Auswirkung durch das Urteil auf ihr Büro. Die größeren Büros haben häufiger Befürchtungen von negativen Auswirkungen, weile diese auch häufiger nach HOAI abrechnen.
•    83 % der Büros sagen aus, dass sie bisher keine Anfragen zu Abschlägen auf das Angebot erhalten haben.
•    17 % der Auftraggeber fordern bereits Abschläge. Wenn Abschläge gefordert wurden, werden diese mehrheitlich gewährt.

Ergebnisse:

Die Einzelgrafiken und Abschlussberichte finden Sie hier.

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