19. Juli 2013

13. Bauforum Rheinland-Pfalz

Das 13. Bauforum am 12. Juni 2013 im ZDF-Konferenzzentrum zog mit seinem aktuellen Thema „Damit Wohnen bezahlbar bleibt: Umdenken und Handeln“ über 200 Experten aus der Baupraxis, der Wohnungswirtschaft und der Landes- und Kommunalpolitik an.

Verbesserung der aktuellen Fördersituation, Dämpfung der Baukosten, konzertiertes Handeln von Kommunen, Baupraktikern und Immobilienwirtschaft - die von den Teilnehmern des 13. Bauforums diskutierten Rezepte für die Schaffung von mehr bezahlbaren Wohnungen in den Städten waren vielfältig. Neben der Anpassung politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen seien aber auch innovative bauliche Konzepte gefragt. Einig waren sich die Experten ebenfalls darüber, dass es wegen der regional sehr unterschiedlichen Wohnungsmärkte differenzierter Vorgehensweisen bedarf.

13. Bauforum - Publikum
13. Bauforum - Publikum
Foto: Kristina Schäfer, Mainz
Diskussion
Gesprächsrunde mit Finanz- und Bauminister Dr. Carsten Kühl
Foto: Kristina Schäfer, Mainz

Einige bauliche Ansätze wurden auch gleich vorgestellt: Das Rotterdamer Architekturbüro Atelier Kempe Thill setzt konsequent auf die Ökonomie von Grundriss und Bautechnik. Am Beispiel aktueller Wohnungsbauten in den Niederlanden und in Frankreich zeigte Büroinhaber Oliver Thill, dass hohe Qualität trotz knappen Budgets möglich ist. Auch auf der Nutzerseite sind viel versprechende Ansätze vorhanden: Die Stuttgarter Architektin Christine Falkner präsentierte eine Untersuchung, die Einsparpotenziale von mindestens 15 Prozent bei Baugruppenprojekten nachwies. Auf günstige Baukosten ausgelegt ist auch das in Hamburg-Wilhelmsburg realisierte IBA-Projekt „Grundbau und Siedler“ des Kölner Architekten Jörg Leeser: Nur das statische Gerüst - der Grundbau - wird von einem Investor erstellt, den Ausbau der einzelnen Wohnungen übernehmen private Bauherren - die Siedler - mit Unterstützung eines detaillierten Bauhandbuchs in Eigenregie. Mit dem an Le Corbusiers „Domino-Haus“ angelehnten Konzept soll Bauen auch einkommensschwächeren Gruppen ermöglicht werden. MEHR