Baukonjunktur: Nur Zwischenspurt?
Mit einer Erholung der Baukonjunktur ist im Jahr 2006 zu rechnen. So gehen die wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute von einem Wachstum der Bauinvestitionen von insgesamt 1,2 Prozent aus. Damit dürfte der mehr als zehnjährige Abwärtstrend der Bauwirtschaft vorerst einmal gestoppt sein.
Wesentlicher Träger der wirtschaftlichen Erholung sind die Wohnbauten und hier wieder der Eigenheimbau. So liegen die Baugenehmigungen in Rheinland-Pfalz per Mai um 41,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres: Sicher eine Folge des Auslaufens der Eigenheimzulage Ende 2005. Die absehbare Mehrwertsteuererhöhung um 3 Prozent veranlasst die Bauherren zudem, auch hier möglichst schnell noch Projekte anzugehen.
Für das Jahr 2007 wird dagegen im Wohnungsbau nur ein Wachstum von 0,1 Prozent erwartet, unter Einbeziehung von gewerblichem und öffentlichem Bau würde dies eine Steigerung von 0,9 Prozent bedeuten. Diese schwache Entwicklung wird durch die ifo-Architektenumfrage zum April/Mai 2006 bestätigt.
So hat sich im April/Mai des Jahres das Geschäftsklima bei den freischaffenden Architekten in Rheinland-Pfalz verbessert. Die Geschäftsaussichten werden dagegen wieder etwas negativer beurteilt. Im 1. Quartal 2006 konnte zwar noch jeder zweite befragte Architekt neue Verträge abschließen. Die Auftragsbestände sinken jedoch um einen halben Monat auf derzeit 4,7 Monate. Für den weiteren Verlauf der Baukonjunktur wird es deshalb darauf ankommen, inwieweit Konsum sowie private und öffentliche Investitionen gesamtwirtschaftliche Impulse über 2006 hinaus entfalten. Mehr... (PDF, 33 KB)