Architektenkammer Rheinland-Pfalz
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Die Ausbildung zum Bachelor/Master Landschaftsplanung

Ausbildung aktuell:

  • Architektenkammer: Vorsicht vor Landschaftsarchitekturstudium
    Die Architektenkammer Rheinland-Pfalz stellt fest, dass angesichts eines gesunkenen Niveaus der Bautätigkeit wie auch unverhältnismäßig großen Anzahl von Studenten der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung sich eine Diskrepanz zwischen Arbeitsplatzchancen und Berufszugang verstärkt. Dies jedenfalls belegt die derzeitige Beschäftigungssituation. Mehr...
  • Bacherlor- und Masterstudiengänge
    Berufsqualifizierung und Europatauglichkeit entscheidend:
    Kammer lehnt sechssemestrige Ausbildungsgänge ab. Mehr...

Übersicht:

Tätigkeiten und Berufschancen

In dem sich ausweitenden Berufsspektrum der Landschaftsplanung gibt es eine Vielfalt an Aufgaben. Dies sind beispielsweise der Entwurf, der Bau sowie die Unterhaltung und Pflege von öffentlichen und privaten Grünlagen und sonstigen Freiflächen. Ein weiteres Aufgabenfeld umfaßt den Beitrag der Landespflege zur räumlichen Gesamtplanung. Dies sind einerseits die in der Naturschutzgesetzgebung vorgeschriebenen Instrumente wie z.B. Landschaftsrahmenplan oder Grünordnungsplan, andererseits die Mitwirkung bei anderen Fachplanungen (z.B. im Rahmen der Eingriffsregelung) sowie eigenständige landespflegerische Fachpläne in den Bereichen ,Naturschutz’ und freiraumbezogene Erholung’. Als Erweiterung zu den fachlichen Aspekten entwickeln sich vor allem im Bereich des Umweltmanagements Aufgaben im Bereich von Kommunikation und Moderation (z.B. zur prozeßbegleitenden Beratung bzw. zum Konfliktmanagement bei der Vermittlung ökologischer, ökonomischer und sozialer Belange in Planungs- und Entscheidungsprozessen).
Inhaltlich geht es immer um Nutzungsinteressen in Natur und Landschaft (auch ,Stadtlandschaft’. Häufig mündet die Tätigkeit in politische Entscheidungsprozesse und findet ein hohes Maß an öffentlichem Interesse.

Durch die vielen Arbeitsfelder ergibt sich die Möglichkeit, sich seinen Berufsweg nach den persönlichen Interessen und Fähigkeiten zu gestalten. Von einer zu frühen einseitigen Spezialisierung wird jedoch abgeraten, da ohne querschnittsorientiertes Wissen die Anzahl der Einsatzmöglichkeiten stark eingeschränkt sein kann.

Berufsfelder

Zu den zentralen Berulsteldern gehören die freiberufliche Tätigkeit in Planungs- und Landschaftsarchitekturbüros (mit der Möglichkeit, sich nach entsprechender Berufserfahrung als Landschaftsarchitektin bzw. - architektin in die Liste der Architektenkammer eintragen zu lassen), die Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung auf allen Ebenen (im Rahmen ihrer Zuständigkeit für Raumordnung, Landesplanung, Städtebau, Umwelt- und Naturschutz) sowie die Tätigkeit in Forschung und Lehre. Weitere Berufsfelder finden sich auf internationaler Ebene (z.B. im Rahmen der Entwicklungshilfe), in Verbänden (z.B. in Umwelt- und Naturschutzverbänden auf Landes- und Bundesebene) sowie in der Politik und in den Medien.
In der Regel arbeiten Landschaftsplanerinnen und LandschaftspIaner mit Fachleuten aus anderen Disziplinen - z.B. aus der Geographie, der Soziologie, der Stadtplanung, der Architektur, der Biologie oder der Agrar- und Forstwissenschaft - zusammen. Dies zeigt auch, daß Landschaftsplanerinnen und -planer kein Monopol für den Umgang mit Landschaft haben. Die Absolventinnen und Absolventen anderer Studiengänge können auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit denen aus der Landschaftsplanung stehen.

Berufsaussichten

Die wachsende Anzahl von Aufgaben der Landschaftsplanung bedeutet nicht eine gleichzeitige Ausweitung des Stellenangebots für Diplomingenieurinnen und -Ingenieure der Landschaftsplanung Da die Landschaftsplanung in hohem Grade von öffentlichen Aufträgen abhängig ist, wirkt sich die schlechte Haushaltssituation der öffentlichen Hände negativ auf dem Arbeitsmarkt aus. Der Einstellungsboom, der zu Anfang der neunziger Jahre von den Gebietskörperschaften der neuen Bundesländer ausgegangen war, ist zunächst vorbei. Die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen ist jedoch nach wie vor sehr hoch.

Trotz dieser momentan schwierigen Situation für einen Berufseinstieg lassen sich langfristige Aussagen zu den Berufsaussichten von Landschatsplanerinnen und -planern nicht machen, da die Arbeitsmarktsituation immer vom politischen Stellenwert, der der Landschaftsplanung und ihren Gegenständen zugemessen wird, abhängt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen Berufsberatung für Abiturienten und Hochschüler Ihres Arbeitsamtes.

Studiengang Landschaftsplanung

Studienziele
Landschaftsplanerinnen und -planer werden im Berufsleben mit verschiedenartigen Planungssituationen konfrontiert und müssen auf den unterschiedlichen Maßstabsebenen (z.B. M 1:25000, M 1:5000, M 1:100, M 1:1) ein inhaltlich weites Themenspektrum bearbeiten können. Sie nehmen in der Praxis der jeweiligen Konfliktsituation eine vermittelnde Rolle zwischen teilweise konträren Ansprüchen an die Problemlösung ein. Daher müssen Sie bereit sein, sich auf die Kommunikation mit verschiedensten Menschen bzw. Personengruppen oder Institutionen einzulassen, um eine Akzeptanz der Planung bzw. des Entwurfs zu gewährleisten. Die jeweilige politische, soziale, historische, ökologische und ökonomische Ausgangssituation muß berücksichtigt werden; die gestalterischen Anforderungen sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Es gibt keine normierte Herangehensweise - das eigene Vorgehen muß häufig kritisch hinterfragt und gegebenfalls abgewandelt werden.

Das Studium der Landschaftsplanung soll daher den Studierenden unter Berücksichtigung der Veränderungen in der Berufswelt die erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so vermitteln, daß Sie zu wissenschaftlicher Arbeit, zu kritischem Denken und zu freiem, verantwortlichem, demokratischem und sozialem Handeln befähigt werden.
Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Landschaftsplanung sollen dementsprechend auf der Grundlage ihres Studiums folgende wissenschaftlich und praktisch fundierten Qualifikationen aufweisen:

Die Fähigkeit, planerische, gestalterische, konstruktive, gesellschaftliche, historische, ökologische und wirtschaftliche Zusammenhänge zu erfassen und Sie nach gerechter Abwägung in Planungs und Gestaltungslösungen umzusetzen; die Fähigkeit, Methoden und technische Mittel für die Planung und Gestaltung von Landschaft und Umwelt zu überblicken und im Dialog mit den Beteiligten und Betroffenen einzusetzen und weiterzuentwickeln; die Fähigkeit, sich kritisch mit der beruflichen Situation und den beruflichen Zielen auseinanderzusetzen." (Studien- und Prüfungsordnung 1997).

Das Studium ist durch verschiedene Lehr- und Lernformen gekennzeichnet:

Projekte: Projekte im Grundstudium sind weitgehend vorstrukturiert; sie dienen dem problemorientierten Lernen, wobei neben dem Fachwissen auch die Fähigkeit zur kooperativen Arbeit erlernt werden sollen; im Hauptstudium sind die Projekte weitgehend selbstbestimmt und gekennzeichnet durch forschendes Lernen. In den lnstitutsbibliotheken können die meisten Projektberichte (Abschlußberichte von Studienprojekten) eingesehen werden.

projektunabhängige Lehrveranstaltungen: hier werden die notwendigen fachlichen Grundlagen vermittelt in Form von Vorlesungen und Übungen; im Hauptstudium dienen sie auch der systematischen Vertiefung der Fachinhalte.

Es ist demnach nötig, sich ein fundiertes Grundlagenwissen anzueignen, das dazu beitragen soll, Fachgutachten von verschiedenen Spezialisten verstehen, einschätzen und so für die eigene Planung nutzen zu können. Hieraus ergeben sich Aufbau- und Vertiefungsmöglichkeiten während und nach dem Studium, die individuell organisiert werden können. Der Integration von Fachinhalten und dem Erlernen eines Problemlösungsinstrumentariums, das es den Absolventinnen und Absolventen ermöglicht, sich selbständig in neue Bereiche einzuarbeiten, ist jedoch ein größerer Stellenwert beizumessen als der Addition von Spezialwissen.

Eine Grundvoraussetzung für die spätere Eintragung in die Architektenliste ist der Nachweis eines mindestens 4-jährigen Hochschulstudiums. Daher empfiehlt sich nach erfolgreichem Abschluss eines 6 oder 7 semestrigen Bachelorstudiengangs, mit einem konsekutiven Masterstudiengang zu vertiefen.

Hochschule RheinMain
Bachelor Studiengang Landschaftsarchitektur (7 Semester - inkl. Praxissemester):
Als Zulassungsvoraussetzung wird die Ableistung eines sogenannten Vopraktikums vorausgesetzt. Dieses muss im Umfang von mind. 12 Wochen bei einer geeigneten Praktikumsstelle abgeleistet werden. Die Aufnahme von Studienanfängerinnen und -anfängern ist nur zum jeweiligen Wintersemester möglich (Bewerbungsschluss 15. Juli).

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Master Studiengang "Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen" (4 Semester):
Studienbeginn ist jeweils zum Sommersemester- und Wintersemester (Bewerbungsschluss 15. Januar / 15. Juli). Zulassungsvoraussetzungen: Abschluss in Bauingenieurwesen, Landschaftsarchitektur, Architektur mit Nachweisen im Städtebau mit mind. 3 Studienjahren und einer Gesamtnote von mind. "gut"(2,3); Ein Bewerbungsschreiben mit Darstellung der besonderen Befähigung; Persönliches Vorstellungsgespräch.

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Master Studiengang "Gartenbauwissenschaft" (3 Semester):
Studienbeginn ist nur im Sommersemester (Bewerbungsschluss bis ca. eine Woche vor Vorlesungsbeginn im März). Zulassungsvoraussetzungen: Studienabschluss in Gartenbau (Bachelor/Diplom); Gesamtnote mind. 1,9; 2 Empfehlungsschreiben; 1 Motivationsschreiben

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Ausbildungsstätten

Der Studiengang Landschaftsarchitektur wird in Rheinland-Pfalz nicht angeboten

Hochschule RheinMain
Univerity of Applied Sciences
Fachbereich Geisenheim
Von-Lade-Str. 1
65366 Geisenheim
Telefon 06722 - 502 714
E-Mail: geisenheim@hs-rm.de
Internet: www.hs-rm.de

Zwischen Studium und Kammermitgliedschaft:

kammer-start
Der Bachelor- / Masterstudiengang oder das Diplom ist geschafft und Sie sind ihrem Berufsziel Architekt (in einer der vier Fachrichtungen [Hochbau-]Architekt, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner) ein gutes Stück näher gekommen. Für den Berufseinstieg gibt es jetzt aber noch eine Menge zu beachten. Viele Fragen stellen sich immer wieder, zwölf davon hat die Architektenkammer jetzt kurz in einer kleinen Broschüre, die eigentlich eine CD-Hülle ist, beantwortet.
Die Broschüre mit den zwölf Fragen kann hier als pdf-Dokument herunter geladen werden:
Download kammer-start... (PDF, 207 KB)

Die komplette Version mit CD und Broschürenhülle ist kostenlos erhältlich bei der:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Dipl.-Ing. (FH) Georg Stein
Postfach 1150
55001 Mainz
Tel. 06131/99 60-39
Fax 06131/99 60 63
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Kontaktadresse

Architektenkammer Rheinland-Pfalz • Postfach 1150 • 55001 Mainz • Tel. ++49 (0) 6131 / 99 60-0 • Fax ++49 (0) 6131 / 61 49 26 • Internet: www.diearchitekten.org

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